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Donnerstag, 17. September 2015

4 Favoriten im September




Der September ist der Beginn meiner liebsten Jahreszeit und zugleich für mich der schönste Monat. Es ist noch nicht so durchdringend kalt wie in den nächsten Monaten, aber man kann sich schon mit einem Kakao und einer flauschigen Decke einmummeln und beobachten wie die Blätter der Bäume vom Wind herungewirbelt werden. Wenn die Sonne scheint, zerrt das Licht nicht alles erbarmungslos hervor, sondern umfließt Menschen und Natur wie flüssiges Gold. Ja, ich gerate stark ins Schwärmen, aber wie könnte man nicht vom September verzaubert sein?!
Deswegen ist dieser Monat auch der beste Zeitpunkt, um das erste Mal meine Favoriten mit Euch zu teilen. Jeden Monat werde ich Euch all das zeigen, worüber ich mich besonders gefreut habe und mich dabei auf vier Teile beschränken, damit es nicht zu viel wird. Also los: 

 
1. Meine neue Brille
Die Brillenträgerinnen unter Euch wissen, wie sehr eine neue Brille nicht nur das Aussehen, sondern auch das Selbstbewusstsein beeinflussen kann. man fühlt sich wie nach einem erfolgreichen Friseurbesuch, leicht und beschwingt und außerdem sieht man die Welt wieder etwas schärfer. Auch mit Zusatzversicherungen ist eine Brille aber immer auch eine kleine Investition und will daher gut überlegt sein. Ich macht mir wirklich lange Gedanken über die passende Form, Farbe und Größe und entschied mich schließlich für diese hier:
Sie ist komplett umrandet, wirkt aber durch den Braunton nicht so hart wie eine schwarze Brille. Zudem zieht sie die Augen ein wenig nach außen, wie es auch Cat-Eye-Brillen machen. Davon ist mein Modell zwar weit entfernt, aber der Effekt ist ähnlich. Der letzte Trick der Brille besteht darin, mein Gesicht schmaler wirken zu lassen und die Wangenknochen hervorzuheben. Auch ja, eine klarere Sicht habe ich jetzt auch wieder. Was kann man sich noch von einer Brille wünschen?


2. Die L‘ Oréal Paris Nude Palette 

Wimperntusche muss sein, Concealer ebenso. Aber Lidschatten?  Den trage ich nicht jeden Tag auf, sondern wenn ich Zeit genug habe, meinem Look dieses kleine Extras zu verpassen. Allerdings ein subtiles, kein glitzriges Extra. Dafür ist die Palette perfekt und wird deswegen zu recht gelobt. Mit ihrer schwarzen Verpackung sieht sie nicht nur sehr edel aus, sondern enthält zehn Farbtöne, die alle neutral genug für den Alltag sind. Man hat die Auswahl zwischen drei schminnerden (aber nicht glitzernden) und sieben matten Nuancen. Mir gefallen besonders der Champagnerton als Highlighter und die Brauntöne zum Verblenden. Mit der Auswahl an kühlen und warmen Tönen kann man jeden Tag etwas Neues ausprobieren und verschiedene Looks schminken. 

3. GeoEpoche Afrika
Afrika.. Was steckt hinter diesen sechs Buchstaben? Natürlich fallen mir die ägyptischen Pyramiden, der südafrikanische Tafelberg, Savanne, Dschungel und riesige Ströme ein. Die Tiere der Savanne kenne ich aus Disneyfilmen, aus Büchern von Jahreskalendern. Dieses naive Bild steht im krassen Gegensatz zu all den katastrophalen Nachrichten aus Afrika, die von den Überfällen der Boko Haram, Ebola und schlicht von Hunger berichten. Stimmen diese Bilder und wenn ja, wie passen sie zusammen?
Die GeoEpoche öffnet ein Fenster in die Welt dieses nahezu unbekannten Kontinents und erlaubt einen, wenn auch ausgewählten, so doch berührenden Einblick in die Geschichte verschiedener afrikanischer Länder. Allerdings werden nur die Entwicklungen bis 1960 thematisiert. Zur momentanen Situation wird wenig geschrieben und das fand ich schade. Dennoch kann man aus dem Vergangenen Schlüsse für die Gegenwart ziehen und nimmt die Verbindungen zwischen Europa und Afrika anders war. 

4. Essence Lippenstift
Schließlich gefiel mir der esssence Lippenstift in der Farbe D 04 besonders gut. Der Name ist nicht wirklich ein Knüller, aber die Farbe ist perfekt für den frühen Herbst ein beeriger, pinker Ton mit mittlerem Schimmer. Da er nicht deckend ist, wirkt der Schimmer nur subtil und sieht dadurch sehr frisch aus. Bevor man aus der Tür in den Herbst hinaus eilt, kann man rasch die Farbe auftragen und hat dann ohne großen Aufwand ein schönes Lächeln. 


Was waren Eure Lieblinge im September? 

Alles Liebe
Eure Juli

Montag, 14. September 2015

Geschichten über Geschichte: Meine drei liebsten historischen Romane



Wie man sich als Küchenmagd in einem englischen Herrenhaus, als Polizeibeamter auf Verbrecherjagd während der roaring twenties oder als Tuchhändler von Edward II. fühlt, spürte ich durch historische Romane und wurde durch ihre Buchstaben in fremde Welten gesogen. Durch sie wurden die Geschichten von Bauern, Monarchen und ganzen Staaten für mich bunt. Zwar gibt es auch bei historischen Romanen wie in jeder Buchgattung ein paar weniger gut geratene, in denen sich Prinz und Prinzessin bloß in kitschiger Weise an den Hals werfen, doch die meisten erwecken die Vergangenheit wirklich zum Leben. 

Drei meiner absoluten Lieblingsbücher sind historische Romane. 


1. Der König der purpurnen Stadt von Rebecca Gablé

Jede Geschichte von Rebecca Gablé ist vielschichtig und lebendig. Auch wenn ich den Weg eines jeden ihrer Helden gerne verfolgt habe, hat Jonah Durham einen besonders betuchten Platz in meinem Herzen. Man begleitet seinen Aufstieg von einem einfachen, von seinem Cousin drangsalierten Kaufmannslehrling zu einem der einflussreichsten Tuchhändler und Berater des englischen Königs. Jonah lebt in einer Gesellschaft, in der die Gegensätze von Reichtum und Armut extrem sind, es aber nichtsdestotrotz leicht zum Übergang von einem ins andere Extrem kommt und sich auch Jonah am Königshof und im Gefängnis bewegt. 



Der König der purpurnen Stadt erzählt von authentischen Personen aus allen Berufsgruppen und sozialen Ständen. Das Buch handelt von den Entscheidungen, die man in Liebe, Freundschaft und Karriere treffen muss und die auch heute nachfühlbar sind. Rebecca Gablé lockt einen durch ihre Worte in die farbenprächtige Welt des englischen Mittelalters und lässt einen großherzige, listige, ehrgeizige und mutige Menschen treffen, die man auch noch nach dem Zuschlagen der Seiten mit sich trägt und man gerne ein zweites, drittes und zehntes Mal besuchen kommt. 




2. Jahrhundert-Trilogie von Ken Follett

Wenn auch das englische Mittelalter sich  im heutigen Leben nicht direkt widerspiegelt, braucht man nur mit offenen Augen durch die Städte laufen, um die Schrammen und Kratzer des 19.Jahrhunderts mit all seinen heißen und kalten Kriegen auf den Bauwerken zu sehen. Dieses Jahrhundert war so gefüllt von Grausamkeiten, rasantem wissenschaftlichem Fortschritt und Mauern, die durch Länder, Städte und Köpfen gebaut worden sind. Wie  all dies entstanden ist und sich entwickelt hat, kann man in Geschichtsbüchern und Museen lernen.

Komme ich auf diese Weise mit geschichtlichen Ereignissen in Kontakt, bleiben die Ereignisse oft in meinen Gedanken hängen und beschäftigen mich rational. Im Nachhinein mögen es Staaten sein, die handeln, Kriege führen und Verträge schließen. Doch was ist mit den einzelnen Menschen der Zeit? Wer hat Entscheidungen mitgetragen, ein Gewehrzug abgedrückt und eine Hand in friedlicher Absicht ausgestreckt und was waren seine Gründe?

Ken Folletts Protagonisten sind Adelige und Diener, Spione und Soldaten, Mütter und Söhne. Sie stammen aus Deutschland, Großbritannien, den USA und Russland und machen durch ihre individuellen Erlebnisse auch die Entscheidungen ihrer Nationen nachvollziehbar. Oftmals sind sie bei den wichtigsten Momenten der Weltgeschichte beteiligt und geben selbst oft Anstoß zu großen Entwicklungen.

Auf einmal sieht man nicht mehr nur die Schlachtfelder, Friedensmärsche und geheimen Regierungssitzungen der vergangenen Jahrzehnte, sondern spürt auch all die sie begleitenden Emotionen. Das abstrakte Faktenwissen, das ich bereits über das 19.Jahrhundert mehr oder weniger genau besaß, wurde überspült von Zorn, Hoffnung, Ungewissheit, Schmerz und Freude. Nach drei Romanen hat man dieses Jahrhundert ein gutes Stück mehr erfahren und emotional erfasst.



3. Der nasse Fisch von Volker Kutscher

Meine Abschlussempfehlung bildet Der nasse Fisch von Volker Kutscher, ein Kriminalroman für alle Krimiliebhaber.  Im Berlin der zwanziger Jahre versucht der aus Köln in die Hauptstadt versetzte Gereon Roth einen Mordfall zu lösen und ermittelt dabei in den berüchtigten Nachtklubs, Berliner Hinterhöfen und sogar in seinem eigenen Keller auf der Such nach einem mysteriösen Russen.

Während Kommissar Rath in der Stadt unterwegs ist, spürt man ihren Puls durch das Papier, ein schnelles, adrenalingeladenes Pochen. Die Ordnung der Kaiserjahre ist vorbei, die Gegenwart fragil und umkämpft. So ist nicht nur der zu lösende Mordfall fesselnd, sondern auch die gesellschaftlichen Umbrüche ziehen einen in ihren Bann.

Auch dieses Buch öffnet das Fenster in die Vergangenheit und ermöglicht einen Einblick in die Berliner Polizei, die sich hastig wandelnde moderne Großstadt und ihre ideologischen Kämpfe. Und erneut hat man als Leser am Ende nicht mehr Fakten, sondern besonders das Zeitgefühl in sich aufgesogen. 

 Habt Ihr auch Bücher, die Euch durch die Zeit tragen? 


Alles Liebe 
Eure Juli